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Schleswig-Holstein

Günter Haese zum 90. Geburtstag

Der Künstler Günter Haese wurde am 18. Februar 1924 in Kiel geboren

Der Künstler wird – auf gemeinsame Initiative von Stadtmuseum Kiel, Dr. Doris Tillmann, Museumsverbund Nordfriesland (Dr. Uwe Haupenthal) und Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein – in Kiel aus Anlass seines 90. Geburtstages geehrt. Termin: Dienstag, 11. März 2014, 18 Uhr, Kieler Stadtmuseum im „Warleberger Hof“. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Nach der Kriegszeit begann Haese 1945 als Autodidakt. Er besuchte 1949 zunächst eine private Kunstschule in Plön und begann 1950 zusammen mit seiner Frau ein Studium an der Kunstakade-mie Düsseldorf, wo er bei Bruno Goller und Ewald Mataré (und u.a. mit Joseph Beuys) bis 1957 studierte. 1956 wurde er Meisterschüler in der Bildhauerklasse von Ewald Mataré, an dessen Ar-beiten am Kölner Dom er beteiligt war. Ab 1958 war er als freischaffender Künstler in Düsseldorf tätig. 1962 entdeckte er Messingdraht und Bestandteile zerlegter Uhren wie Spiralfedern und Räd-chen als Bauelemente für räumliche Objekte und erhält 1964 seine erste Einzelausstellung dieser Metallobjekte im Ulmer Museum. Günter Haese ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.
Die Ulmer Ausstellung fand so großen Anklang, dass Haese noch im gleichen Jahr eine Einzelaus-stellung im Museum of Modern Art in New York erhielt. 1966 Beitrag auf der Biennale Venedig. 1967 beteiligte er sich am Deutschen Pavillon der Weltausstellung in Montreal, der Expo 67. Haese wurde rasch bekannt und empfing viele prominente Besucher in seinem Düsseldorfer Atelier.

Haeses Kunstobjekte sind kleine transparente Körper aus Messing und Phosphorbronze. Kugeln, Spiralen oder andere filigrane Teile sind in einem verlöteten Drahgeflecht aufgereiht und bilden so kinetische Kunstwerke einzigartiger Körperlichkeit. Im Gegensatz zu Vertretern der ZERO-Gruppe wie Heinz Mack oder Günther Uecker verwendet Haese keinen elektrischen Strom für seine kineti-schen Skulpturen. Schon ein leichter Luftzug genügt, ihre zarten Strukturen in Schwingungen zu versetzen.
2006 entschloss sich der Künstler, zum ersten Mal eine Monumentalplastik zu bauen: Optimus II wurde 2007 fertiggestellt und in der Skulpturensammlung Viersen aufgestellt.
Günter Haese lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Im Jahr 2002 gab Prof. Dr. Herwig Guratzsch (Schloss Gottorf) ein „Verzeichnis der Skulpturen“ von Günter Haese im renommierten Verlag Hatje&Cantz, Ostfildern bei Stuttgart, heraus (vergrif-fen).

Haese hatte in Norddeutschland zuletzt in Niebüll (2011) im Richard-Haizmann-Museum eine von Dr. Uwe Haupenthal kuratierte Ausstellung.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Haese
http://www.hatjecantz.de/guenter-haese-1224-0.html

 

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